Aktuelle Projekte:

Gemeinsam mit der Stadt Rodgau durchgeführtes Jugend/Videoprojekt zum Thema Verständigung

Filme zum Thema Verständigung

Bildungsinitiative für Migranten

Gedenkstätte Rollwald, Ausschilderung und Gestaltung


Videoprojekt „Ran-geZoomt und drauf-geLinst“

Das Videoprojekt mit Jugendlichen, das wir gemeinsam mit der Jugendabteilung der Stadt Rodgau und Mitarbeitern der Jugendhäuser durchgeführt haben, kann auch 2012 weitergehen. Ein Fortsetzungsantrag wurde am 2. Februar 2012 genehmigt. Allerdings werden uns die Mitarbeiter der Jugendhäuser leider nicht mehr als aktive und kostenlose Betreuer zur Verfügung stehen. Ihre Vermittlung und Ressourcen der Jugendhäuser werden wir aber weiterhin nutzen.
Das Projekt hatte im Mai 2011 - mit Aufnahmen bei unserer Jubiläumsveranstaltung begonnen. Dort haben die Teilnehmer des Projekts einen kleinen Eindruck vom friedlichen Nebeneinander und gegenseitiger Achtung der Gruppen und Besucher aus sehr unterschiedlichen Kulturen eingefangen und natürlich die Kamera auch auf die bunten Folkloredarbietungen und Präsentation kultureller Besonderheiten gerichtet. Diese zeigen augenfällig die Bereicherung , welche unsere Gesellschaft und kulturelles Leben durch eine Vielfalt von Zuwanderern aus anderen Ländern und Kulturen erfahren hat. Diese Bereicherung kann sich aber nur in einem Klima der offenen und interessierten Begegnung in gegenseitiger Achtung und Beachtung entfalten, für das wir gemeinsam sorgen müssen - so dass jeder erkennen kann: "Vielfalt tut gut".

stolpersteinverlegung Das Videoteam hat daneben beim Fest auch Interviews mit besonderen Besuchern sowie Jugendlichen und erwachsenen Teilnehmern der auftretenden Gruppen geführt. Weitere Interviews mit Jugendlichen/Gruppen in den Jugendhäusern Dudenhofen und Weiskirchen, sowie auf dem Puiseauxplatz, Interviews mit einigen Vertretern der Öffentlichkeit und Bürgern, mit Mitgliedern des Ausländerbeirats und Jugendlichen in Schulen entstanden in der Folgezeit bei verschiedenen Gelegenheiten.
Auch Ereignisse wie die Stolpersteinverlegung im September und ein Zeitzeugengespräch von HBS-Schülern mit der 90-jährigen Trude Simonsohn haben wir mit der Kamera begleitet, um zu zeigen, wie mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit heute in Rodgau umgegangen wird.

Aufnahmen und Interviews des letzten Jahres müssen ergänzt, zusammengefasst und noch etliches Material muss geschnitten werden, bevor eine Gesamtschau hergestellt werden kann.

Ein Langbeitrag mit Interviews und dem Zeitzeugengespräch im November, sowie ein kürzerer Beitrag über die Stolpersteinverlegung konnten fokussiert auf den Themenkreis Vergangenheitsbewältigung fertiggestellt werden. Sie wurden im Offenen Kanal gesendet und als Beitrag zur Holocaust-Gedenkfeier der Stadt Rodgau am 27. Januar 2012 gezeigt. Die Besucher der Gedenkfeier waren beeindruckt und beide Filme werden von verschiedenen Seiten nachgefragt.
Auch ein Kunstprojekt aus dem Jugendtreff Weisskirchen haben die Jugendlichen selbst mit der Kamera aufgezeichnet, woraus ein kurzer abgeschlossener Filmclip entstanden ist, der noch nicht aufgeführt wurde.

Toleranzlogo Wir hatten im Rahmen des Bundesweiten Förderprogramms "Toleranz Fördern, Kompetenz Stärken" (als logische Fortführung des 2010 beendeten Förderprograms "Vielfalt tut gut") und eines Aktionsplanes für den Kreis Offenbach Mittel zur Durchführung des Videoprojekts beantragt und auch bewilligt bekommen. Jetzt dürfen wir sogar in die Verlängerung gehen, tun das allerdings mit leicht geänderter Zielsetzung.

Titel des Videoprojekts ist weiterhin: „Ran-geZoomt und drauf-geLinst“.
Das alte und neue Ziel: Jugendliche aus allen Ortsteilen Rodgaus - Deutsche und Migranten, Mädchen und Jungen - sollen in einem gemischten Team den Stand der Integration und des Zusammenlebens in Rodgau mit der Video-Kamera sowie in Interviews verfolgen und dokumentieren. Geschult, angeleitet und begleitet werden sie von Medienpädagogen des Medienkompetenz-Zentrums Offener Kanal (MOK), anderen Referenten und Honorarkräften und von ehrenamtlich mitwirkenden Mitgliedern des Vereins munaVeRo und in 2012 auch des Heimat-, Kultur- und Geschichtsvereins in Dudenhofen. Auch die Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Schule und betreuenden Lehrkräften wurde uns für 2012 zugesagt.
Am Ende soll aus allen Einzelbeobachtungen und Filmsequenzen ein Film zusammengefügt und verdichtet werden, der den Zustand des Zusammenlebens in Rodgau widerspiegelt und den wir der Öffentilchkeit in Rodgau vorstellen und auch im Offenen Kanal zeigen werden.
Daneben wollen wir in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf Interviews mit Migranten der 1. und 2. Generation legen und damit u.a. eine Ausstellung für 2013 vorbereiten. Für die Gesprächspartner der Interviews sollen auch die beteiligten Schüler "mit Migrationshintergrund" sorgen und uns den Zugang zu älteren Menschen aus ihrer Familie vermitteln.

Die erste Phase des Projekts liegt als Lernprozess und Erfahrung hinter uns.
Was wir als Erstes lernen mussten ist, dass Jugendliche/Schüler heute viel weniger Zeit für kontinuierliche Projektarbeit haben, als wir ihnen zumuten wollten und dass man ein solches Projekt auf einen längeren Zeitraum planen muss. Entsprechend konnte rein zeitlich im letzten Jahr vieles begonnen, aber etliches nicht fertiggestellt werden, was noch der Nacharbeit und Ergänzung bedarf. Den Ansatz, dass die Jugendlichen neben den Videoaufnahmen auch den kompletten, im Vergleich zu den Aufnahmen um ein mahrfaches zeitaufwendigeren Schnitt (üblich angenommener Faktor 10) selbst erledigen sollten, mussten wir als nicht einhaltbar erkennen und mit Bedauern aufgeben. Die zeitweise Mitarbeit am Schnitt und der Erwerb entsprechender Kenntnisse soll aber beibehalten werden.
Bei der Vermittlung der Jugendlichen und ggf. Interviewpartner hatten wir uns zu selbstverständlich auf die Unterstützung von Organisationen und langjährigen Partnern verlassen, die aber anderweitig engagiert waren und aus verschiednenen Gründen den an sie gestellten Anspruch nicht erfüllen konnten. Nachdem diese Erkenntnisse sichtbar wurden, haben wir uns für 2011 auf ein zeitlich noch leistbares Programm beschränkt und einen Teil der bewilligten Fördermittel für andere Projekte freigegeben um kein Geld zu vergeuden. Auch bei der Herstellung der Kontakte sind wir zuletzt andere Wege gegangen und haben vor allem die Zusammenarbeit mit einer Schule gesucht um die Beteiligung von Jugendlichen auf eine breitere Basis zu stellen. Das hat sich im letzten Projektabschnitt bereits positiv ausgewirkt und wir werden diesen Weg fortsetzen.

Anmeldung zur Teilnahme
An der Mitarbeit in 2012 interessierte Jugendliche melden und informieren sich bitte beim Verein (06106/733325). Wir können voraussichtlich noch im Februar weitermachen. Nähere Informationen Auf Nachfrage!

Filmprogramm:

Mit einem regelmäßigen Film-/ bzw. Medienprogramm zum Thema Verständigung und Integration wollen wir Schwerpunktthemen aufgreifen, denen wir uns mit etwas Hintergrundinformation, einem Film-/oder Medienbeitrag und ggf. anschließender Diskussion widmen werden.
Wir möchten damit neben unseren Mitgliedern immer auch die Öffentlichkeit - Menschen in Rodgau und Umgebung - ansprechen, das gehört zum Vereinszweck.

Immer, wenn wir auf kostengünstige Verleihmöglichkeiten zurückgreifen müssen, die uns die vorherige öffentliche Werbung - insbesonderer Nennung der Filmtitel auf der Homepage des Vereins oder Veröffentlichung von Plakaten und Abbildungen - verbieten, können wir interessierte Nicht-Mitglieder leider nur bitten, die Filmtitel und genaue Informationen jeweils beim Verein zu erfragen.
Unseren Mitgliedern werden wir dann genaue Informationen über einen Mitgliederbrief oder ähnliche direkte Informationsmittel zukommen lassen, was (wie auch ein Aushang in Vereinsräumlichkeiten) erlaubt ist.

Je nach Verleih- bzw. Lizenzbedingungen und verfügbarem Medium (DVD / 35mm Film) werden die Veranstaltungen im Sozialzentrum Nieder Roden bzw. in anderen uns zugänglichen Räumlichkeiten stattfinden, oder die Filme werden in Zusammenarbeit mit einem Lichtspieltheater gezeigt (z.B. Saalbau-Lichtspiele Jügesheim).

Anmerkung: Wir haben intensiv nach für uns bezahlbaren Bezugsquellen für aktuelle Spiel- und Dokumentar-Filme zur kommerziellen oder zur nichtgewerblichen und unentgeltlichen öffentlichen Aufführung gesucht und solche nach und nach auch gefunden.
Die letztere würden wir bevorzugen, aber wenn wir über ein Thema informieren und eine Wirkung erzielen wollen, dann können wir uns weder auf (lizenzrechtlich grenzwertige) geschlossene Veranstaltungen innerhalb des Vereins beschränken noch auf die (kostengünstige) Ausleihe zur nichtgewerblichen öffentlichen Vorführung ohne das Recht zur vorherigen öffentlichen Werbung.

Die Form unserer Themenabende wird sich aus der Erfahrung sicher weiter entwickeln und verändern. Wenn es uns gelingt, genügend regelmäßige Teilnehmer als Mitglieder für einen Filmclub zu gewinnen, die wir persönlich informieren dürfen, werden wir in Zukunft hauptsächlich die für uns und die Teilnehmer kostengünstigere Möglichkeit der Ausleihe zur nichtgewerblichen Vorführung nutzen.

2012

2011

Am 10. November 2011 haben wir einen dokumentarischen Amateurfilm über Jüdisches Leben in Deutschland gezeigt gezeigt sowie eigene Videoaufnahmen und Interviews die bei der Stolpersteinverlegung im September entstanden waren.

Dreimal in 2011 haben wir den Film „Deutsch aus Liebe“ oder türkisch „Ask için Almanca“ gezeigt:
am 7.5. in Rodgau vor gemischtem Publikum mit einer anschließenden Podiumsdiskussion, sowie am 30.5. in Langen (Foto) und am 26.10. in Mühlheim/Main jeweils vor Teilnehmern/Teilnehmerinnen von Sprach- und Integrationskursen.
Deutsch aus Liebe Langen

2010

5. November 2010 Gezeigt wurde der Kurzfilm (Dokumentation) zum Lager Rollwald und der Internationale Spielfilm „Les Milles – Gefangen im Lager“.

Filmreihe zu Israel/Palästina im September 2010

Israel und dem Verhältnis von Juden/Israelis zu Palästinensern und Nachbarn im Nahen Osten haben wir uns mit einer Filmreihe gewidmet, zu der wir an vier Abenden (jeweils Mittwochs ab 19 Uhr) in die Saalbau-Lichtspiele, Rodgau Jügesheim eingeladen hatten.
Die gezeigten Filme boten Einblicke und Denkanstöße, über die es sich zu reden lohnte.  Termine waren am: 1., 8., 15. und 22.9.

FilmPlakat

Weil wir vorher öffentlich für die Filme werben wollten, waren wir gezwungen den kommerziellen Filmverleih zu nutzen. Das ist leider mit nicht unerheblichen Kosten verbunden und wir mussten deshalb auch ein angemessenes Eintrittsgeld erheben. Zur Auswahl gehörten drei Filme aus Israel bzw. mit israelischer Beteiligung:   „Die syrische Braut“ (1.9.),  „Lemon-Tree“ (8.9.) und „Die Band von nebenan“ (22.9.), sowie die spanisch-argentinische Filmkomödie:
„Alles was ich an Euch liebe“ (15.9.)

Termine und Themen der multimedialen-/bzw. Film- und Diskussionsabende werden wir je nach Verleihbedingung mit oder ohne Angaben zu gezeigten Filemen) auf der Homepage und ggf in Pressemitteilungen bekannt machen.

Programm, Ort und Termin(e) für weitere Filmabende werden nach Feststehen bekannt gegeben und wir werden laufend über den Stand der Planung informieren.


Bildungsinitiative für Migranten

Am 30.10.2011 fand unsere dritte Informationsveranstaltung zu „Bildungswegen in Hessen“ statt, die wir wieder in Kooperation mit dem Deutsch-Türkischen Forum (DTFO) und diesmal mit dem Ausländerbeirat Rödermark und Vertretern der Nell-Breuning-Schule durchgeführt haben. Es war gleichzeitig die erste Veranstaltung dieser Art in einer Nachbarkommune ausserhalb von Rodgau. Die Ausweitung auf andere Kommunen des Kreises hatten wir uns für unsere gemeinsame Bildungsinitiative als Ziel gesetzt.

Bildung2011-10-30 

(Ort: Schillerhaus, Schillerstraße 17, 63322 Rödermark)

Vor ca 50 Besuchern erklärte der munaVeRo Vorsitzende in einer grundlegenden Einführung, was für das Erreichen eines Schulerfolgs wichtig ist und was als Beitrag der Eltern erwartet wird. Insbesondere riet er den Eltern, unbedingt das Gespräch mit der Schule zu suchen und immer wieder die gebotenen Möglichkeiten zur Beratung zu nutzen. "Sie können Ihr Kind an einer deutschen Schule nicht in der Erwartung abgeben, dass diese sich um alles kümmert und später ein fertig ausgebildetes Kind zurückgibt", sagte er. "Die fortlaufende Miteintscheidung und Mitwirkung der Eltern wird von deutschen Schulen erwartet."

Danach folgten Vorträge von Herrn Bürger (Stufenleiter Kl. 5-7 an der Nell-Breuning Schule) als lokalem Schulexperten zu den Bedingungen in Rödermark und an der Nell-Breuning Schule und von Elske Ostermann-Knopp (Stufenleiterin Kl. 8-10 an der Heinrich-Böll-Schule Rodgau) die bereits die dritte Veranstaltung für unsere gemeinsame Initiative bestreitet.
Sie erläuterte die vielfältigen Möglichkeiten, je nach Befähigung, Einstufung und Notenschnitt einen Abschluss auf direktem Wege zu erreichen oder auch auf Umwegen über Ausbildung und berufliche Schulen das nachzuholen, was in der Schule nicht gelungen ist. "Alle Wege", so sagte sie, "haben das Ziel, die jungen Menschen für einen Beruf zu qualifizieren, der ihnen ein Auskommen und selbständiges Leben ermöglicht."

Herr Semere als Berufswegebegleiter an der Nell-Breuning- und der Helene-Lange- Schule warb darum, auch seine Beratungsangebote anzunehmen und berichtete über scheinbar aussichtslose Problemfälle, denen es mit seiner Unterstützung doch gelungen ist einen gangbaren Weg zu finden.

Das ging voraus:
Eine "Bildungsoffensive" für Migrantenfamilien war schon schon seit 2008 im Vorstand des Deutsch-Türkischen-Forums Stadt und Kreis Offenbach "DTFO" als Projekt - speziell für die Zielgruppe der Türken - diskutiert worden, konnte aber neben anderen Projekten bis zu diesem Zeitpunkt nicht umgesetzt werden.

munaVeRo hat mit der Organisation der ersten lokalen Veranstaltung im September 2009 und erneut mit dem Vortrag während der Bildungsmesse am 12.3.2011 die Initiative ergriffen und damit den Startschuss zu einer gemeinsamen "Bildungsoffensive" für Migrantenfamilien im ganzen Kreis Offenbach gegeben, die nach der aktuellen Veranstaltung in Rödermark bald mit ähnlichen Veranstaltungen in anderen Städten des Kreises fortgesetzt werden kann.
Ein Anfang ist gemacht, nun muss es kontinuierlich weiter gehen:
Da wir keine Bildungsorganisation und nicht so vermessen sind, dies alleine versuchen zu wollen, haben wir von Anfang an mit regionalen und überregionalen Partnern zusammengearbeitet, Schulexperten sowie das zuständige Schulamt eingebunden und wir wollen das auch weiterhin tun.
Die Bildungsinitiative kann nur erfolgreich sein, wenn alle an einem Strick ziehen. Sie braucht eine möglichst breite Unterstützung und Förderung in den Kommunen und auch überregional. Lokal müssen jeweils Vertreter der Stadt, Migrantenvereine und Ausländerbeiräte eingebunden werden und für die Durchführung der Informationsveranstaltungen geeignete Schul- /Bildungsexperten gesucht werden, welche auch die besonderen regionalen Bedingungen kennen. Die Unterstützung der Migrantenorganisationen ist insbesondere wichtig, um den Kontakt zur Zielgruppe herzustellen und die Eltern der Migrantenfamilien zu überzeugen, dass dies Angebot für sie nützlich ist und sie es im Interesse ihrer Kinder annehmen sollten.

Die 2. Veranstaltung in Rodgau (und auch insgesamt) am 12.3.2011 fand als Vortrag auf der Bildungsmesse in Nieder-Roden statt:
Wir haben auf Anregung der Messeleitung die Gelegenheit genutzt, für die gleiche Zielgruppe wie im September 2009 nochmals eine aktuelle Übersicht über die Schule in Hessen/Rodgau und die inzwischen eingetretenen Veränderungen zu geben die Ihnen helfen soll, unter den veränderten Bedingungen weiterhin die richtigen Entscheidungen für Ihre Kinder zu treffen.

Unsere Partner in der lokalen Initiative haben sich in beiden Fällen organisatorisch beteiligt, für die Einladung/Teilnahme der Eltern an den Infoveranstaltungen gesorgt und sie motiviert das Angebot auch anzunehmen (was ihnen gut gelungen ist - danke!), haben Einladungen und auch Teile des Vortrags für ihre Landsleute übersetzt und für Unterstützung seitens der Kommune und z.B. des türkischen Konsulats gesorgt. Ohne sie wäre unser Angebot von zu wenigen Zuhörern angenommen worden.

Die Neuauflage im Rahmen der Bildungsmesse konnte nicht so ausführlich informieren, wie die ersten Veranstaltung. Wir mussten uns auf die Form eines zusammenfassenden Vortrags beschränken und konnten nicht wie 2009 mit mehreren lokalen Bildungs/Schulexperten und einem Vertreter des Staatlichen Schulamts getrennte Informations- und Fragegruppen zu den unterschiedlichen Schulstufen bilden. Das bleibt eigenständigen Bildungs-/informations-Veranstaltungen vorbehalten, wie wir sie ähnlich der in Rodgau auch für andere Kommunen des Kreises planen.
Die praktische Vorbereitung und den Vortrag für die Bildungsmesse hat der munaVeRo-Vorsitzende zusammen mit Rektorin Elske Ostermann-Knopp, Stufenleiterin für die Jahrgänge 8-10 an der Heinrich-Böll-Schule Rodgau übernommen, die uns schon bei der ersten Veranstaltung als Expertin unterstützt hat und die auch an der Planung weiterer Veranstaltungen mitwirkt.

Besucher Generalkonsul

Der Türkische Generalkonsul Ilhan Saygili (rechtes Bild im Vordergrund) ist an diesem 12.3. zusammen mit dem Bildungsattache Ahmed Karamercan und dem Attache für Arbeit und Soziales Recep Altin nach Rodgau gekommen und hat um 12.00 Uhr unsere Informationsveranstaltung mit einem Grußwort an seine Landsleute eingeleitet, um zu unterstreichen, welche Bedeutung er der Bildung und der Mitwirkung der Eltern beimisst. Mehr als 50 Besucher haben die Möglichkeit genutzt, den Informationsvortrag in der Bibliothek der HBS zu besuchen. Zeitweilig - wohl auch aus Interesse am Besuch des Generalkonsuls waren über 60 Personen im Raum.

Wie es nach bisher 3 Veranstaltungen weitergehen soll:
Gemeinsam mit dem DTFO haben wir an einem Konzept für weitere, auf die Zielgruppe der Migranten ausgerichtete Informationsveranstaltungen gearbeitet, das wir mit jeweils unterschiedlichen Partnern vor Ort und mit Schulexperten realisieren wollen und wofür wir jede nur sinnvolle Förderung suchen. Das DTFO als unser Partner legt dabei besonderen Wert auf die Bedürfnisse türkischer Migranten und hat sich hierfür bereits der Unterstützung durch das Türkische Konsulats versichert. Mit weiteren Partnern und Unterstützern stehen Gespräche an.
Geplant sind Veranstaltungen in Dietzenbach, Dreieich, Langen, Obertshausen, ggf. auch der Stadt Offenbach, in Rodgau (Wiederholung) und in Rödermark. Nach dem zweiten Anlauf in Rodgau während der Bildungsmesse und der ersten Veranstaltung in Rödermark im Oktober 2011 haben bereits weitere Interessenten angefragt und die Veranstaltungen werden auf Kreisebene in der 1. Jahreshälfte 2012 fortgesetzt.

Wir suchen zur Unterstützung in den Kommunen noch lokale Bildungsexperten [nähere Information:] .

Die Auftaktveranstaltung:
Der erste Informationsnachmittag im September 2009 wurde gemeinschaftlich mit der Stadt Rodgau, dem Ausländerberat und dem türkischen Elternverein als lokale Organisatoren durchgeführt und unterstützt vom Deutsch-Türkischen-Forum DTFO und dem staatlichen Schulamt Offenbach.
"Wie helfe ich meinem Kind auf dem Weg durch's Labyrint?" war das Motto der Veranstaltung.
Die Infoveranstaltung war inhaltlich auf Migrantenfamilien ausgerichtet, wurde in Schulen und Kindergärten entsprechend beworben und über den Ausländerbeirat und den Türkischen Elternverein zusätzlich bekannt gemacht. Plenum26-09-2009
Einführungsvortrag im Bürgerhaus Nieder-Roden

Es hätten gerne noch mehr Eltern kommen können, aber immerhin wurde die Veranstaltung von ca. 80 Besucherinnen und Besuchern wahrgenommen, die sich informieren ließen und die Gelegenheit nutzten, sich bei ihren Fragen und ganz persönlichen Problemen von den Experten beraten zu lassen.

Grundschule Mittelstufe

Die Veranstaltung sollte den Eltern in erster Linie helfen, die erforderlichen Weichenstellungen in den verschiedenen Schulstufen auf dem Weg zur angestrebten Ausbildung und Beruf zu erkennen, bei denen ihre Mitwirkung und Entscheidung erforderlich ist. Nur wer das im Blick hat, kann rechtzeitig aktiv mitentscheiden und die Bildungschancen seiner Kinder wahrnehmen.


Wachhalten der Erinnerung an das Lager Rollwald

Information zur Geschichte des Lagers

 
Auf verschiedenen Wegen versuchen wir Informationen für Interessierte anzubieten. Ein Weg ist die Homepage zum Lager, die noch ein wenig Aktualisierung und laufende Pflege benötigt.

Das Buch: Solange der Vorrat reicht, kann man bei uns auch des Buch von Dr. Heidi Fogel über die Geschichte des Lagers erwerben: "Das Lager Rollwald, Strafvollzug und Zwangsarbeit 1938 - 1945"

Am Volkstrauertag organisieren wir eine jährliche Gedenkfeier für die Opfer des Lagers (2011 am 13.11. um 14:30 Uhr).

Information im Rahmen der "Rodgauer Geschichtspfade"
Auf Initiative eines städtischen Arbeitskreises "Historischer Stadtrundgang" wurden an den wichtigsten Gebäuden und Orten mit geschichtlicher Bedeutung Informationstafeln aufgestellt oder angebracht. An diesem Arbeitskreis waren neben Vertretern von Stadt und Parlament die Heimat- und Geschichtsvereine und munaVeRo für das Lager Rollwald beteiligt.
Mit der offiziellen Eröffnungsveranstaltung am 24.9.2010 wurden die Geschichtspfade eingeweiht.

In Rollwald ist im Rahmen der "Rodgauer Geschichtspfade" eine Informationstafel zum Lager am städtischen Kindergarten in der Straße Am Kreuzberg aufgestellt worden, die wir innerhalb der Rollwald-AG von munaVeRo abgestimmt und für den Arbeitskreis gestaltet haben.

Original und Fälschung:


Auf diesen Standort hatten wir uns in der Arbeitsgruppe Rollwald von munaVeRo schon im April 2007 - lange vor Fertigstellung eines Entwurfs der Tafel - geeinigt und die Position im Foto festgehalten. Nachdem der Arbeitskreis "Historischer Stadtrundgang" diesen Vorschlag übernommen hatte, haben wir zur besseren Veranschaulichung in das Foto vom 18.4.2007 ein Bild des fertigen Entwurfs (links) "hineingemogelt".
Und so sieht der Standort mit der Anfang September 2010 aufgestellten Tafel (rechts) im Original aus: (Foto vom 16.9.2010)
Passt fast! Die Tafel ist etwas weiter vom Strassenrand entfernt aufgestellt - und die im April 2007 noch vorhandene Hecke ist inzwischen verschwunden und gibt den Blick auf die dahinter stehende Mauer frei . Eigentlich schade, denn der dezente dunkelgrüne Hintergrund war schöner und hätte die Tafel besser zur Geltung gebracht!

   [zur Ansicht der Tafel:]

Die Tafel am Kindergarten beschränkt sich auf eine geografische Übersicht einschließlich Lageplan und auf die Darstellung der wichtigsten Informationen zum ehemaligen Gefangenenlager Rollwald. Was zur Beurteilung der geschichtlichen Bedeutung des Lagers erforderlich ist, wird durch den Text und die ausgewählten Bilder vermittelt.

Alle Tafeln der Rodgauer Geschichtspfade (mit einer Ausnahme, die noch die Zustimmung eines neuen Haueigentümers erfordert) sind in der ersten Septemberhälfte aufgestellt worden.
Ein Flyer als Führer und Übersicht zum Mitnehmen auf dem Weg entlang der historisch bedeutsamen "Stationen" ist gedruckt. Später soll als Ergänzung noch eine Broschüre mit ausführlicheren Informationen zu den "Geschichtspfaden" erstellt werden und die Geschichte Rodgaus und seiner Ortsteile für interessierte Bürger und Besucher erlebbar machen.
Die offizielle Einweihung der Geschichtspfade geschah mit einer öffentlichen Veranstaltung am 24.9.2010 im Rathaus Jügesheim.
Im nächsten Jahrbuch der Stadt wird sich ein ausführliches Kapitel mit den Geschichtspfaden beschäftigen.

Ausgestaltung der Gedenkstätte am ehemaligen Lagerfriedhof
Langfristig planen wir eine würdigere Gestaltung der Gedenkstätte mit deutlicher optischer Abgrenzung zum Park/Wendeplatz und dort abgestellten Fahrzeugen und Containern. Hierüber werden wir berichten, wenn unsere Entwürfe konkrete Gestalt angenommen haben und zumindest in der Arbeitsgruppe abgestimmt sind.
Unabhängig davon wollen wir jedoch ergänzend zur Übersichtinformation im Rahmen der Geschichtspfade weitere Informationstafeln auf dem Gelände des Lagerfriedhofs aufstellen, die eine knappe, aber doch umfassende Information zur Entstehung und Geschichte des Lagers im Sinne der vom Förderverein übernommenen "Rollwald-Ausstellung" und des Buches von Frau Dr. Fogel bieten sollen. Diese wollen wir vor Ort als öffentliche und sachliche Informationsquelle für Rodgauer Bürger, Schüler und auch für zufällige oder gezielte Besucher (z.B. Angehörige von Opfern) zur Verfügung stellen. Wir arbeiten am Entwurf von 3 doppelseitigen Tafeln, die zumindest die wichtigsten Informationen auch für ausländische Besucher in englischer und französischer Sprache enthalten werden.